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Über Mosaik, Mosaiksteine und Mosaikgeschichte


In den folgenden Abschnitten möchten wir ihnen ein wenig Hintergrundinformationen über den antiken Beruf des Moasiklegers, über Mosaiksteine und ein paar unterhaltsame Geschichten zu Mosaiken geben. Viel Freunde beim Lesen !

Das Handwerk des Mosaiklegers (Mosaizist)

Aus den Vesuvstädten bei Neapel in Italien, gegen Ende des 1.Jhr.n. Chr., wie auch aus den römischen Provinzen des Reichs finden wir heute trotz reicher Überlieferungen kaum etwas über die Organisation oder die Herkunft der Handwerker.
Jene Menschen, die das schufen was man heute noch als Mosaik sehen und bewundern kann, pflegten in der Regel ihre Mosaikwerke nicht zu signieren. Die Inschriften an öffentlichen Gebäuden oder an anderen Werken, wurden im allgemeinen nur mit dem Namen der Geld- oder Auftaggeber des Mosaik versehen.
Deshalb können wir nur wenig über den Berufszweig des Mosaik-Handwerks berichten. Man unterschied zwischen den museiarii, welche für die aufwendigen Teile eines Mosaik zuständig waren (Mosaik-Portraits oder figürliche Mosaik-Darstellungen) und die tessellarii, die den restlichen Mosaik-Boden ausfüllten.
Selbst an antiken Überlieferungen über Mosaik oder Mosaiktechnik gibt es nur wenige Quellen, PLINIUS (naturalis historia, XXXVI, 186-187) und VITRUV (VII, 1,3-5) berichten nur spärlich über den Mosaik-Beruf. Man ging in der Antike wohl eher davon aus, dass es sich hierbei nicht so sehr um Kunst, sondern nur um ein einfaches Handwerk des Mosaik-Legers handelte.
Die meisten Mosaikarbeiten wurden von Sklaven ausgeführt, welche auch für den Unterbau des Mosaik sorgten. Verschieden dicke Schichten, mit unterschiedlichsten Füllmaterialien wurden zur Herstellung des Mosaik-Untergrundes verwendet.
In die obere Schicht des Mosaik-Unterbaus wurden die geometrischen Linien und Mosaik-Formen eingeritzt. Danach legten die Mosaik-Arbeiter die einzelnen Mosaiksteine (tessellari) in eine Schicht mit Kalkmörtel. Mit einer Schnur, Wasserwaage und einem Glättbrett wurden die Mosaik-Steine auf die gleiche Höhe gebracht.
In der Regel entschied natürlich der Aufraggeber des Mosaik über das verwendete Material für den Unterbau und das Mosaik selbst. Er suchte sich aus sogenannten Mosaik-Musterbüchern oder Aufzeichnungen, welche dem Mosaik-Leger als Vorlage dienten, seine geometrischen Motive und Mosaik-Bilder aus. Falls der Kunde sich ein Mosaik-Bild (emblemata) leisten konnte, welche wir einer Vielzahl von hervorragenden Mosaik-Handwerkern verdanken, ließ er sich die Kopie einer vorhandenen Malerei oder eines Mosaikbildes legen.
Diese Mosaik-Bilder wurden dann oft in der Werkstatt des Mosaiklegers, manchmal auch in einem Nebenraum des Auftraggebers, auf einem Ziegel oder einer Travertinplatte hergestellt und dann vor Ort in das Mosaik eingelegt.
Wie heute arbeitet der Mosaik-Leger sehr häufig mit Malern und dem Architekten zusammen, um dem zu gestaltenden Raum ein aufeinander abgestimmtes Bild zu verschaffen.

So blickt der Mosaikleger auf ein altes Kunsthandwerk zurück, welches wohl mit den ersten Bodenmosaik im 4. Jahrtausend vor Chr. einmal begann.

Ihr Team der Mosaiksteine

 

Das Mosaik

Von Sueton wissen wir, daß Gaius Julius Cäsar Mosaiktafeln auf seine Feldzüge mitnahm. Hieron II. von Syrakus lenkte sein Schiff Syrakusia nach Alexandria um gegen eine von einer Dürre ausgelösten Hungersnot anzukämpfen. Dieses Schiff hatte eine Besonderheit an Bord. Der gesammte Fußboden der Kapitänskabine war vollständig mit einem Mosaik ausgelegt. Das Mosaik zeigte die antike Geschichte der Ilias in bildhafter Darstellung (emblemata).
Das Mosaikhandwerk findet wie schon erwähnt seinen Ursprung im 4. Jt vor Chr. und entwickelte sich, vom Bemalen kleiner Tonstifte die der Mosaik-Leger in Lehmmörtel steckte, zu einfachen Mosaik-Mustern aus schwarzen und weißen Kieselsteinen.

Eine sehr altes Bodenmosaik aus geschliffenen Kieseln findet man zum Beispiel in Phrygien aus dem 8. Jhr. vor Chr. und auch auf der grieschichen Insel Chalkidiki (5.-4.Jhr. vor Chr.)
Auch in hellenistischer Zeit benutzte man zum Legen eines Mosaik, eng aneinander liegende Mosaikwürfel (tessare) aus Marmor.
Schwarze und weiße Mosaiksteine wurden bevozrugt verlegt, denn dadurch konnte die Mosaik-Fläche schnell gelegt werden, zumal diese Steinfarben überall vor Ort zur Verfügung standen. Genau das ist der Grund warum große Flächen auf einem Forumsplatz oder Badethermen, wie in Ostia antica (römische Hafenstand) gelegt werden konnten.
Sehr viel aufwendiger waren farbige Mosaik-Bilder, welche die Römer perfektionierten, wie man sie im aussergewöhnlichen Beispiel des Alexandermosaiks aus Pompeji kennt.
Das Mosaik ist heute im Nationalmuseum in Neapel, Italien zu bewundern. Es stellt eine Schlacht von Alexander dem Großen gegen seinen Erzfeind Dareios III. da und ist aus fast 5.000.000 Mosaik-Steinen gelegt worden.

Wie der Autor Ludwig Curtius einmal sagte: "Es ist das königlichste Bild der Welt"

 

Arbeitsteilung

 

a) Erstellung einer Vorlage


Sie ist ein sehr wichtiges Detail und wird oft unterschätzt. Der Mosaik-Leger braucht eine möglichst gute Vorlage, da er ein Mosaik nicht einfach aus dem Kopf legen kann. Ein genaue Planung des Mosaikbodens ist unabdingbar. Eine Mosaikvorlage kann entweder durch den Mosaik-Leger selbst gezeichnet werden oder er beauftragt einen pictor, einen Wandmaler ihm diese zu erstellen.
Diese Vorlage kann auf Papyrus oder transportablen Holzplatten gezeichnet werden. Diese Mosaikvorlagen werden auch als Musterbücher bezeichnet und können immer wieder verwendet werden, auch wenn es dafür bis heute keinen archäologischen Beweis gibt, weis man doch von Vergleichsfunden zweier Mosaik aus unterschiedlicehn Ländern, wo ein Stein dem anderen gleicht, das es Musterbücher gegeben haben muß.

b) Vorzeichnung - Vorritzung

Für figürliche und sehr detailreiche Mosaikszenen ist eine Vorzeichnen des Mosaikbildes nur an Wand- und Decken Mosaiken nachgewiesen, nicht für Bodenmosaike. Damit wird die These unterstützt, das bildhafte emblemata für Böden überwiegend Werstattarbeit sind, welche wohl am einfachsten an einem Tisch erstellt wurden und nicht direkt am Boden.

c) Umsetzung des Mosaik

Bedenkt man die durchschnittliche Größe eines Mosaik ist davon auszugehen, daß man mindestens mit einem Team von zwei Mosaik-Legern zu rechnen hat. Ein Mosaik-Leger (Meister) und ein Lehrling bzw. ein angelernter Sklave. Doch in den meisten Fällen bestanden die Mosaik-Teams wohl aus mehreren Personen um auch ein schnelles Ergebnis am Boden zu haben. Im Falle eines Mosaik-Bodens in Sizilien (Piazza Armerina) waren etwa 14 Mosaik-Arbeiter beteiligt.
Die Mosaik-Werkstätten waren sehr spezialisiert, worauf die unterschiedenen Tätigkeitsbereiche hinweisen.

1. Faber pavimentarius - Estrichboden


2. Structor pavimentarius - Mörtel (Maurer)


3. Tessellarius - Mosaikleger

    3.1 museiarius für Wand- und Decken Mosaik
    3.2 vermiculator für feine Bildmosaike
    3.3 vimentum sculatum - für gewürfeltes paviment

 

Mosaiksteine

Die einzelnen Mosaiksteine eines Mosaikboden bestehen seit der Antike aus den nachfolgenden Materialien:

 

Mosaiksteine aus Buntmarmor

  • weiße Mosaiksteine von der Insel Naxos
  • weiße Mosaiksteine von der Insel Paros
  • gelbliche Mosaiksteine ( giallo antico ) aus Tunesien
  • weiß bis gelbliche Mosaiksteine aus Attika
  • Mosaiksteine weiß mit grünen Streifen aus Euböa (Karystos)
  • weiße Mosaiksteine aus Luni bei Carrara (Italien)
  • verde antico Mosaiksteine aus Thessalien
  • Mosaiksteine rosso antico von den Peleponnes
  • Rotweiße Mosaiksteine aus Limburg an der Lahn
  • Mosaiksteine in Hellgrau von der Bergstraße in Auerbach

Mosaiksteine aus Granit / Porphyr

  • Mosaiksteine roseo granito aus Ägypten
  • Porfido rosso Mosaiksteine , roter Porphyr aus Mons in Ägypten
  • Mosaiksteine aus Granit von Felsenmeer im Odenwald

 

Mosaiksteine aus Glas

  • Glassmalten in allen Farben aus lokalen Glashütten

 

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